Trainersohn ballert sich zum Top-Stürmer

Tim Petzke ist in der laufenden Saison der beste Torschütze in der ersten Mannschaft des SSV/FCA Rotthausen. Foto: SSV/FCA

„Rotthausens Kreisliga-Knipser“: SSV/FCA-Torjäger Tim Petzke blüht nach mehreren Knie-Operationen wieder auf

(JP) Mit 17 Treffern ist Tim Petzke (28) viertbester Torschütze in der Kreisliga A2. Nach einer schweren Verletzung entwickelte sich das einst vielversprechende Talent zu einem echten Kreisliga-Knipser beim SSV/FCA Rotthausen.

Wenn es auf den Rasen geht, kann der bullige Stürmer auch lauter werden. „So versuche ich, den jungen Spielern zu helfen. Ich möchte ein Vorbild sein“, beschreibt Petzke seine Rolle in der ersten Mannschaft des SSV/FCA Rotthausen. Mit 28 Jahren gehört der in Essen wohnende Essener zu den älteren Akteuren. Dennoch ist er unverzichtbar – nicht nur wegen seiner fußballerischen Erfahrung, sondern auch wegen seiner 17 Saisontore.

„Ohne die Jungs würde ich nicht so viele Tore machen“, bleibt das ehemalige Junioren-Talent von Rot-Weiss Essen bescheiden. Bis zur Saison 2008/09 spielte er in der U19-Bundesliga West.

„Bis auf zwei Niederlagen haben wir bis jetzt eine astreine Saison gespielt“, befindet er. Die Rotthauser stehen derzeit auf Rang zwei, mit guten Chancen auf den Aufstieg in die Bezirksliga.

Doch an das Rennen um den Aufstieg ist wegen der Corona-Zwangspause nicht zu denken. „Wir hoffen natürlich alle, dass wir die Saison zuende spielen können“, sagt Petzke, der sich mit Joggingrunden am Essener Baldeneysee fit hält.

Keine Lust auf Klischees

Vor einigen Jahren war der Torjäger gar nicht sicher, ob er nochmal aktiv die Fußballschuhe schnüren würde. „Wegen eines Kreuzbandrisses musste ich mehrmals operiert werden“, erzählt er. Dass er sich vor drei Jahren den Rotthausern anschloss, lag auch an seinem Vater Roger Petzke. Dieser trainiert die erste Mannschaft seit einige Jahren. „Eigentlich wollte ich nie mit ihm zusammenarbeiten. Ich hatte keine Lust auf die Klischees eines Trainersohns, der nur spielt, weil Papa das Sagen hat. Das Gegenteil ist der Fall: Er erwartet mehr Leistung von mir“, meint Petzke. Geschadet hat dies nicht. Schließlich ist er ein echter Kreisliga-Knipser.