Schulen geben Aufgaben und Wochenpläne auf

Kein Unterricht an der Hauptschule Am Dahlbusch. Das Schild weist darauf hin, dass das Betreten des Schulhofes wegen der aktuellen Gesundheitslage verboten ist. Foto: Frank Winter

Improvisierter Unterricht wegen Corona – Stichtag am 15. April

(JP) Seit dem 16. März ist an normalen Unterricht nicht mehr zu denken. Schulen bleiben mindestens bis zum 19. April geschlossen. Die Grundschulen im Stadtteil und die Hauptschule Am Dahlbusch reagierten spontan und bereiteten Alternativen vor, um die Schülerinnen und Schüler bis zu den Osterferien zu beschäftigen.

Erst am Freitagnachmittag gab die NRW-Landesregierung bekannt, dass die Schulen im Bundesland ab dem folgenden Montag bis mindestens zum Ende der Osterferien geschlossen bleiben. Viele Kinder und Jugendliche waren zu diesem Zeitpunkt bereits zuhause. Doch die Lehrkräfte der Mechtenberggrundschule hatten sich bereits frühzeitig auf die Schulschließung vorbereitet.

„Wir haben bereits vor der offiziellen Meldung den Kindern aller Jahrgangsstufen einen Hausaufgaben-Wochenplan ausgeteilt“, erklärt Schulleiter Godehard Möcklinghoff. Bis zu den Osterferien sollten sich die Kinder so vorangig mit den Fächern Mathematik und Deutsch beschäftigen.

Die Aufgaben in Form von Wochenplänen seien für die Schülerinnen und Schüler jedoch nichts Ungewöhnliches. „Die Lehrkräfte versorgen die Kinder regelmäßig mit Wochenplänen. Dieses Mal sind sie nur umfangreicher, um die drei Wochen bis zu den Ferien zu überbrücken“, erklärt Möcklinghoff. Diese Pläne dürfen jedoch nicht zur Bewertung herangezogen werden. Laut Möcklinghoff wird an anderen Grundschulen ähnlich verfahren.

Hauptschule hält den Kontakt über soziale Medien

Wochenpläne wurden an der Hauptschule Am Dahlbusch nicht ausgeteilt. Stattdessen wiesen die Lehrerinnen und Lehrer die Jugendlichen an, alle Hefte und Workbooks mit nach Hause zu nehmen. „Ich habe mir bereits gedacht, dass es zu einer Schließung der Schulen kommen wird“, beschreibt Schulleiter Marco Sawatzki und ergänzt: „Darum sollten die Schülerinnen und Schüler zumindest die Materialien der Kernfächer einpacken.“

Über die sozialen Medien wie beispielsweise Whatsapp bleiben die Lehrkräfte mit den Jugendlichen in Kontakt. Auch die zu erledigenden Aufgaben werden so erteilt und Fragen können beantwortet werden. „Auch ich bin für Nachfragen erreichbar“, sagt Sawatzki.

Ob die übermittelten Aufgaben auch erledigt werden, liegt dann in der Verantwortung der Jugendlichen. „Wir können es ja nicht kontrollieren“, führt Sawatzki an. Dementsprechend ist die Leistungsermessung für diesen Zeitraum ausgesetzt. Das gilt auch für geplante Klassenarbeiten.

Am 15. April entscheidet sich das weitere Vorgehen

Die Zentralen Prüfungen der zehnten Klassen sind außerdem verschoben. Sie finden am Dienstag, 12. Mai (Deutsch), Donnerstag, 14. Mai (Englisch) und Dienstag, 19. Mai (Mathematik statt). Ob der Unterricht am 20. April wieder aufgenommen werden kann, steht noch nicht fest. Am Mittwoch, 15. April, wird die Landesregierung mitteilen, wie das weitere Vorgehen aussehen wird. Dann herrscht auch für viele Eltern mehr Klarheit.