Schnelle Hilfe in Corona-Zeiten

Jobcenter hat Abläufe und Organisation an Pandemie angepasst: Bearbeitung von Neuantrag dauert im Durchschnitt nur vier Tage

Die Corona Krise hat für den Service im QuartiersBüro erhebliche Auswirkungen. Seit 16.März läuft der Service über Telefon, E-Mail und den Postweg – der persönliche Kontakt ist vorübergehend nicht möglich. Das Jobcenter Gelsenkirchen (IAG) hat in allen Standorten seine Arbeitsabläufe und die Organisation in den wichtigsten Bereichen umstrukturiert, um sich den aktuellen Erfordernissen bestmöglich anzupassen.

So steht die Bearbeitung von Neuanträgen zur Grundsicherung und die Auszahlung von Geldleistungen seit vielen Wochen im Fokus. Von März bis Ende Mai 2020 wurden insgesamt 1.900 Neuanträge gestellt, fast 600 mehr als im gleichen Zeitraum 2019. Sie erfolgen zumeist, weil Einkünfte aus Selbständigkeit bedingt durch die Corona Krise nicht mehr ausreichen oder weil Kundinnen und Kunden aufstockend Leistungen zum Kurzarbeitergeld benötigen. „Die Bearbeitung eines Neuantrages dauert im Jobcenter Gelsenkirchen aktuell im Durchschnitt weniger als vier Tage, damit sind wir überdurchschnittlich schnell“, so IAG-Sprecherin Susanne Auth.

Wegen des Wegfalls des persönlichen Publikumsverkehrs erfolgt der Kundenkontakt in allen Bereichen des Jobcenters seit Mitte März per E-Mail, über den Postweg und vor allem per Telefon. Entsprechend stark gestiegen ist das Anrufaufkommen im IAG. Über 80.000 Anrufe gingen von Januar bis Mai 2020 beim Jobcenter ein, davon fast 45.000 Anrufe seit Mitte März.

Die meisten Anrufenden haben Fragen zu Neuanträgen und möchten persönliche Anliegen klären. Sie fordern Unterlagen an, erfragen den Stand der Bearbeitung sowie Zeitpunkt und Höhe der Auszahlungen. Die telefonische Erreichbarkeit des Jobcenters (IAG) liegt trotz der vielen Anrufe bei über 90%. Auch Beratungsgespräche rund um die Themen Arbeitssuche und Bildung finden individuell nach Terminabsprache telefonisch statt.

Das gilt auch für die Rotthauser Bürgerinnen und Bürger: „Eine telefonische Einzelberatung ist nach Terminabsprache über Tel. 0209 – 40528659 möglich“, so Laura Bellendorf, Teamleiterin im QuartiersBüro. „Wir haben unsere Kundinnen und Kunden im März schriftlich über die neuen Kontaktwege informiert und sind natürlich weiterhin gerne und verlässlich für alle Anliegen und Fragen rund um den Arbeitsmarkt da“.

Erfreulicherweise gab es trotz der Corona-Pandemie durch das Team des QuartiersBüro Rotthausen auch einige Arbeitsaufnahmen zu verzeichnen. Laura Bellendorf: „Das macht Mut und motiviert auch die Mitarbeitenden des QuartiersBüro weiterhin zum „Dranbleiben“.