Rumänischer Musiker gibt bei AWO Ton an

Musiker aus Leidenschaft: Wenn Daniel Ursaru singt, dann untermalt er dies gerne am Klavier oder Piano. Foto: Julian Preuß

Von Klassik bis Pop: Daniel Ursaru (17) leitet multikulturellen Chor und träumt von einem eigenen Album

(JP) Daniel Ursaru (17) liebt Musik. Sie gibt ihm Halt und ermöglichte ihm, in Deutschland heimisch zu werden. Denn der Rumäne lebt erst seit 2017 in Gelsenkirchen. Als Chorleiter der AWO Feldmark hat er neue Freunde gefunden und vertieft gleichzeitig seine Sprachkenntnisse.

Schon früh besuchte Daniel Ursaru in seiner rumänischen Heimat den Kirchenchor – die Musik begleitet ihn bereits seit Kindheitstagen. Auch ein Jahrzehnt später prägt diese Leidenschaft sein Leben – allerdings in Deutschland. Usaru kam mit seiner Familie zur Beratung ins AWO Quartierszentrum Rotthausen. Dort wurden seine Potentiale schnell entdeckt und von der AWO gefördert. Ursaru erinnert sich noch gut an seinen ersten Auftritt vor zwei Jahren bei einer Veranstaltung der AWO.

Mit Gesang und Piano beeindruckte er seine Zuhörer. „Ich war sehr nervös“, sagt der Berufsschüler im Nachhinein. Sein Talent beeindruckte das Team der AWO, die ihm anboten, einen multikulturellen Chor zu leiten.

„Ich freue mich immer, mit netten Menschen zusammen zu arbeiten“, sagt Ursaru, der sein Hobby am liebsten zum Beruf machen möchte. Der erste Schritt dorthin: Ein Album mit dem multikulturellen Mehrgenerationenchor. Zehn Titel sollen darauf zu hören. Von Klassik bis Pop – Ursaru mag die ganze Breite der Genres.

Das Singen und Pianospielen brachte er sich selber bei. Sehr zum Stolz seiner Mutter. Später möchte Ursaru ein Album als Solokünstler aufnehmen. Fünf von zehn Titeln hat er bereits komponiert. Zu erzählen hat er schließlich viel: von seinem Weg von Rumänien nach Deutschland, bei dem ihn die Musik die ganze Zeit über begleitet hat.


Samstags wird gesungen

Der multikulturelle Chor der AWO startete im Sommer 2019 und trifft sich samstags ab 17 Uhr einmal wöchentlich im Quartierszentrum in der Feldmark, Robert-Geritzmann-Höfe 4. „Der Chor kommt sehr gut an. Wir planen einen zweiten Termin im Quartierszentrum Rotthausen. Durch Corona gerieten die Planungen aber ins Stocken“, erklärt Birgit Bendixen, Mitarbeiterin bei den interkulturellen Fachdiensten der AWO. Sie ergänzt:. „Durch das Hofkonzert im Juni sind auch viele ältere Menschen hinzugekommen.“ So beinhaltet der Chor nicht nur verschiedene Kulturen, sondern auch mehrere Generationen. Um Anmeldung vor Ort wird gebeten.