Matchball für Nikutta

Tennis, kühle Getränke und gemütliche Terassen: Thomas Nikutta bewirtet in seinem Restaurant „Matchball“ auch Ausflügler in entspannter Atmosphäre. Foto: Julian Preuß

Beliebter Gastronom übernimmt das Restaurant im Hertener Tennis-Club – „LeFlair“ bleibt bestehen

(JP) Im Schatten der Hertener Zeche Ewald baut sich Gastwirt Thomas Nikutta (54) ein weiteres Standbein auf. Seit Mitte Mai betreibt er das Restaurant „Matchball“ im Hertener Tennis-Club an der Ewaldstraße 268. Seine Bar „LeFlair“ in Rotthausen öffnet er weiter wie gewohnt.

Rund 20 Kilometer trennen Rotthausen von der Hertener Tennisanlage. Sie befindet sich unweit der Zeche Ewald und ist nicht nur für Tennisspieler ein beliebtes Ziel. Radfahrer, Fußgänger und Ausflügler möchte Nikutta mit „der besten Currywurst in der Umgebung“, gut bürgerlicher Küche und vielfältigen Getränken begeistern.

Diese Begeisterung spürte Nikutta schon, als er die öffentliche Gastronomie auf dem Vereinsgelände zum ersten Mal gesehen hatte. Zwei große Terrassen bieten einen guten Blick auf die angrenzenden Tennisplätze. Auch im Innern finden zahlreiche Gäste Platz. „Ich war sofort Feuer und Flamme“, berichtet er. Während das „LeFlair“ in Rotthausen zwischen Mitte März und Mitte Mai coronabedingt schließen musste, kümmerte sich der 54-Jährige in Ruhe sein neues Projekt, das er „Matchball“ taufte. Der frisch gebackene Restaurant-Pächter nutzte die Zwangspause auch dafür, seine Wohnung über der Gastronomie einzurichten. „Besser kann es nicht sein. Ich komme die Treppe herunter und bin direkt am Arbeitsplatz“, schwärmt der Familienvater.

Hertener Restaurant bleibt neun Monate unbewirtet

Nikutta entschied sich spontan, etwas Neues zu wagen. „Ich bekam Mitte Februar eine Kneipe in Gelsenkirchen-Feldmark zur Übernahme angeboten. Das lehnte ich ab. Zu diesem Zeitpunkt habe ich mich zum ersten Mal gefragt, ob ich einzig und allein in der Nacht-Gastronomie tätig sein möchte“, erinnert sich der Unternehmer. Kurze Zeit später unterschrieb er den Pachtvertrag für das Restaurant in Herten. Rund neun Monate blieb das Objekt vorher unbewirtet.
Tagsüber versorgt Nikutta nun Tennisspieler und Ausflügler, abends kümmert er sich um seine Rotthauser Stammkundschaft. Viel Schlaf bleibt nicht mehr. „Aktuell suche ich Mitarbeiter, die mich unterstützen. Ich zapfe Getränke, bewirte und arbeite in der Küche – bin quasi Mädchen für alles“, sagt er mit einem Lächeln.

Dennoch ist er davon überzeugt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. „Ich fühle mich hier sehr wohl. Die Leute haben mich gut aufgenommen. Und nach der Corona-Pause läuft der Laden wieder an“, befindet Nikutta, der als Jugendlicher selbst Tennis und Squash spielte.

Für seine Stammkundschaft in Rotthausen hat sich Nikutta zudem eine kleine Überraschung ausgedacht: „Jeder der möchte, kann sich mit einer kleinen Probierportion kostenlos davon überzeugen, dass ich die beste Currywurst rund um die Zeche Ewald anbiete“.