Lothringer Strasse wird Erlebnisraum

Raum für Aktivitäten: So könnte eins der Zukunftsbilder aussehen. Foto: MUST Städtebau GmbH/EGLV

Mit einer Aktion wollen Organisatoren des Pilotprojektes die Zukunftsbilder greifbar machen

(J.H.) So könnte es an der Lothringer Straße aussehen: Das Pilotprojekt „Lebenswerte Straßen, Orte und Nachbarschaften“ will Zukunftspläne mit der Aktion „Erlebnisraum“ am 21. und 22. August greifbar machen.

Für diese beiden Tage planen die Organisatoren des Wuppertal Instituts, der Emschergenossenschaft und der MUST Städtebau GmbH, einen gut 60 Meter langen Abschnitt der Lothringer Straße (Nr. 40 bis 48, wobei die Hofeinfahrten frei bleiben) zu sperren und ihn in vier Bereiche aufzuteilen. „Drei davon sollen der Logik der Zukunftsbilder entsprechen“, erklärt Steven März, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Wuppertal Instituts. „Die Themen sollen dort exemplarisch aufgegriffen werden.“

Vier Bereiche können von Anwohnern erkundet werden

Im Bereich für mehr Aktivitäten sollen Spielangebote für Kinder und Jugendliche wie ein Kicker oder eine Tischtennisplatte aufgestellt werden. Im Bereich für Begegnung soll der Platzcharakter eine Idee künftiger Orte der Begegnung und des Austauschs zeigen. Ein dritter Bereich soll ganz nach dem Motto „Mehr Raum für Grün“ mit Pflanzkübeln bestückt werden. „Im vierten Bereich können sich lokale Akteure wie der Bürgerverein, das Netzwerk oder das Stadtteilbüro vorstellen.“ Zu jedem Bereich gibt es zudem einen Infostand, an dem die Entwürfe aufbereitet werden und der zeigt, welche Rückmeldungen es bereits von den Anwohnern gab.

Denn das ist das eigentliche Ziel der Aktion Erlebnisraum – der persönliche Kontakt mit den Menschen. „Es wird kein Straßenfest sein“, stellt Steven März klar. Das sei in Zeiten von Corona ohnehin schwierig. „Die Idee ist vielmehr, mit den Menschen spielerisch ins Gespräch zu kommen.“ An beiden Tagen werden Mitglieder des Projektteams für Gespräche zur Verfügung stehen. Für Anwohner sind sie leicht an ihren Warnwesten zu erkennen.

Stadtteilbüro informiert über Arbeit und Projekte

Möglichkeiten zum Austausch wird es auch mit dem Stadtteilbüro geben: „Wir sind vor Ort und informieren über die Pläne an der Lothringer Straße, aber auch über die sonstigen Stadterneuerungsprojekte“, sagt Dorothee Thierse, (S.T.E.R.N.) als Teamleiterin des Stadtteilbüros. Zusätzlich wird das Team des Sanierungsmanagements des Stadtteilbüros vor Ort vertreten sein. Im Auftrag der Stadt Gelsenkirchen sind dafür die Mitarbeiter der Innovation City Management zuständig.

Am Samstag stehen zwischen 11-15 Uhr zahlreiche Mitarbeiter des Projektes für Gespräche zur Verfügung. Geplant sei zudem eine coronakompatible Attraktion: „Das könnte ein Straßenmaler sein, der Ideen mit Kreide visualisiert und auch die Kinder mit einbezieht“, überlegt März. Der Sonntag soll dazu dienen, dass Anwohner selbst die Bereiche erkunden.


Info

Der Aufbau für die Aktion „Erlebnisraum“ startet am Freitag, 20. August. Abgebaut wird ab Sonntagabend. Die von der Sperrung betroffenen Haushalte werden vorab informiert. In der Nachbarschaft werden Flyer verteilt und Plakate aufgehängt. Die Planungen gelten für Inzidenzstufe 1. Eine Maskenpflicht besteht nicht, doch die Organisatoren empfehlen, an dichteren Stellen eine zu tragen.