Lauftreff motiviert zum Mitmachen

Sprints zum Gipfel eines Hügels gehören ebenfalls zum schweißtreibenden Trainingsprogramm. Marius Müller erklimmt die Spitze als erster Läufer. Foto: Julian Preuß

Vielfältiges Trainingsprogramm fördert Spaß und Kondition

(JP) Laufen kann jeder! Genau das lebt auch die Laufabteilung der DJK TuS Rotthausen aus. Sie macht aus dem Sport eine Aktivität für alle Generationen.
Es braucht nur ein paar Sportschuhe und schon geht es los. Zum Joggen, Walken oder Nordic-Walking ist kaum Ausrüstug nötig. Und die Kondition vermittelt Trainiern Rita Broschk mit abwechslungsreichen Übungen und ganz viel guter Laune. Die Rotthauser Post hat die Laufgruppe beim Training im Revierpark Nienhausen begleitet.

Auf die Strecke, fertig, los!

Joggen, Walking und Nordic-Walking: Rotthauser Laufgruppe trainiert im Revierpark Nienhausen

Die Corona-Pandemie hat auch die Laufabteilung der DJK TuS Rotthausen kalt erwischt. Veranstalter sagten nahezu alle Wettläufe ab. Dennoch trifft sich eine Gruppe aus Joggern, Walkern und Nordic-Walkern zweimal wöchentlich zum Training im Revierpark Nienhausen. Abteilungsleiterin Rita Broschk (63) schafft es, Jung und Alt für den Laufsport zu begeistern.

Der Himmel zeigt sich grau und wolkenverhangen, selten blitzen Sonnenstrahlen durch. Die Temperaturen sind angenehm. Nicht zu kühl, aber auch nicht zu warm – eben perfekte Bedingungen zum Joggen, Walken oder Nordic-Walking.

Rita Broschk, Leiterin der Laufabteilung bei der DJK TuS Rotthausen, empfängt die ersten Laufbegeisterten am Parkplatz der Sportanlage Auf der Reihe. Von dort aus geht es mit zügigen Schritten über die Verbindung zwischen Auf der Reihe und Hördeweg in Richtung Revierpark Nienhausen. Die Wege dort dienen der Gruppe als Trainingsstrecken. Rita Broschk hat sich auch für diese Einheit etwas überlegt: „Lauf- und Kraftübungen stehen auf dem Programm.“

Vater, Mutter und Söhne: Laufen als Familiensport

Zu den Trainingsteilnehmern gehört auch Familie Müller: Vater Monty, Mutter Doris sowie die beiden Söhne Erik und Marius. Laufen ist schließlich ein Sport, der Generationen verbindet. Der neunjährige Erik und der elfjährige Marius sind die jüngsten Sportler der Gruppe – und kaum einzufangen, wie Broschk beschreibt.

„Du bekommst Erik nicht kaputt“, sagt die Übungsleiterin mit einem Lächeln. Ob bei Sprints zum Gipfel eines Hügels, beim Intervalllauf oder auf langer Strecke: Erik überquert in allen Übungen als Erster die Ziellinie. Erst seit zwei Monaten begleitet er seine Familie zu den Trainingseinheiten. Mit den Laufübungen ergänzt Erik sein Judo-Training. „Ich mag es, meine Ausdauer zu steigern“, verrät er. Die braucht er spätestens am 2. August. Dann startet er auf der 6,6 Kilometer langen Strecke beim 6. Herz-Kreislauf auf dem Gelände von Zeche Zollverein.

Der Lauf in Essen ist einer der wenigen, die in diesem Jahr noch stattfinden. „Fast alle Veranstaltungen wurden wegen Corona auf das kommende Jahr verschoben“, erzählt Broschk, die 1997 von Fußball zum Laufen wechselte. Seitdem betreut die mittlerweile pensionierte Bilanzbuchhalterin die Laufabteilung bei der DJK TuS. 32 Mitglieder gehören dazu. „An diesem Sport faszniert mich, wie man die Leistung seines Körpers steigern kann. Außerdem ist es ein unbeschreibliches Gefühl, über die Ziellinie zu laufen“, erklärt Broschk.

Zieleinlauf entschädigt für Marathon-Quälereien

Zweimal steigerte sich ­Broschk bereits zum ­Maximum im Laufsport: 2003 und 2004 lief sie jeweils einen Marathon. „Das schaffe ich heute nicht mehr. Da müsste ich wirklich sehr viel trainieren“, merkt die 63-Jährige an. „Ab Kilometer 34 schmerzt eigentlich alles. Man fragt sich, warum man sich so quält und dafür auch noch Geld ausgibt. Doch das Gefühl ins Ziel zu kommen, macht jede Qual wett“, erinnert sie sich. Anstatt lange Strecken zu joggen verbingt Broschk auch viel Zeit auf dem Fahrrad und im Schwimmbad. An Triathlon-Wettbewerben nahm sie ebenfalls schon teil.

Währenddessen haben sich die anderen Mitglieder der Trainingsgruppe wieder am Sammelpunkt eingefunden. Kraft- und Dehnübungen stehen an. „Viele Sportler unterschätzen, wie wichtig es ist, die Rumpfmuskulatur zu stärken und den Körper zu dehnen – auch für den Laufsport“, erklärt Broschk. Inspirationen für neue Trainingsformen findet sie vor allem in Fachzeitschriften.

Mit ausreichend Abstand lauschen die zwölf Sportlerinnen und Sportler ihrer Trainerin. Explosive Sprünge in die Höhe sollen die Kräfte in den Beinen erhöhen und so für längere Schritte sorgen. „Zehnmal das Ganze“, ruft Broschk der erschöpften Gruppe zu. Alle Übungen macht die Abteilungsleitern mit.

„Besonders für die Kinder ist es wichtig, kein stumpfes und langweiliges Lauftraining zu machen. Man muss sich etwas überlegen, damit sie die Lust nicht verlieren“, weiß Broschk. Bis zum letzten Jahr leitete sie eine Kindergruppe. Wegen fehlendem Nachwuchs hatte sich die Gruppe zuletzt aufgelöst. „Laufen ist leider kein populärer Sport. Viele Kinder gehen dann nach nebenan zu den Fußballern. Von dort verirrt sich kaum jemand zu uns“, sagt Broschk.

Die Gruppe nutzt die Wege im und um den Revierpark Nienhausen zu Trainingszwecken. Alle schauen gespannt: Welche Übung hat sich Rita Broschk als nächstes ausgedacht? Foto: Julian Preuß

Für den Einstieg reciehn vernünftige Laufschuhe

Dabei sei kaum Ausrüstung nötig, um mit dem Laufsport anzufangen. „Ich empfehle eigentlich nur vernünftige Laufschuhe. Reduziert sind diese von renommierten Marken schon für 30 bis 40 Euro zu bekommen“, rät die erfahrene Trainerin. Für Anfänger sei zudem eine langsame Steigerung wichtig. „Am besten ist es, erst mit Walken anzufangen und sich Kondition zu erarbeiten. Dann machen auch die längeren Strecken richtig Spaß“

Interessierte können sich bei Rita Broschk unter 0151/16747648 melden.