Kolpinghaus wird zum neuen Stadtteilbüro

Lange standen die Räume des Kolpinhauses leer. Ab Herbst sollen hier sieben Mitarbeiter die Stadtteilentwicklung vorantreiben. Umbauarbeiten laufen bereits. Foto: Julian Preuß

Restaurant-Räume werden umgebaut – Der Einzug ist für Herbst 2020 geplant – Stadt sucht „Übergangsbleibe“

(JP) Am 1. April hat das Stadtteilbüro Rotthausen, beauftragt von der Stadt Gelsenkirchen, die Arbeit aufgenommen. Das siebenköpfige Team wird frühestens im kommenden Herbst Räumlichkeiten im Kolpinghaus an der Karl-Meyer-Straße 42 beziehen. Das geht aus einer Mail des Stadtteilbüros hervor, die der Redaktion im Original vorliegt.

Da die Renovierungsarbeiten in den Räumen des Kolpinghauses frühestens im Herbst abgeschlossen sein sollen, schaut sich die Stadt derzeit nach einer „temporären Lösung“ um.

Die Mitarbeiter verstehen sich als Vermittler, Initiatoren und Kümmerer. Neben der Koordination von Projekten bestehe eine zentrale Aufgabe des Teams darin, die Bürgerinnen und Bürger über den aktuellen Stand der Stadtteilerneuerung in Rotthausen zu informieren. Bewohner des Stadtteils sollen frühzeitig in die Planung und Entwicklung von Maßnahmen einbezogen werden, heißt es in der Mail des Stadtteilbüros, die an Interessierte Rotthauserinnen und Rotthauser gerichtet ist. Durch die Arbeit möchte das Team gleichzeitig vorhandene Netzwerke stärken und weiter ausbauen.

Die Arbeit des Stadtteilbüros soll beispielsweise dazu beitragen, Rotthausens vorhandene Qualitäten zu stärken. Um das zu erreichen, möchte die Stadt „verschiedene Projekte zur baulichen Aufwertung und sozialen Stabilisierung“ umsetzen. Dazu gehören unter anderem: dieAufwertung von Plätzen Straßen und Quartierseingängen, die Erneuerung von Spielplätzen und Schulhöfen sowie die Ausweitung von Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche, Aufwertung von Gebäudefassaden und Begrünungsmaßnahmen, aber auch energetische Optimierung, Verbesserung der Energieeffizienz sowie Unterstützung der Nachbarschaftsarbeit.

Die Mitarbeiter sind derzeit nur über die Mailadresse stb-rotthausen@gelsenkirchen.de erreichbar.


Kommentar

Information fehlanzeige

Seit Monaten pfeifen es die Spatzen von den Dächern: In das verlassene Kolpinghaus soll endlich wieder neues Leben einziehen. Ein Stadtteilbüro neuen Zuschnitts soll dort entstehen, das nicht nur die Stadtteilentwickler der Kommune, sondern auch das Jobcenter/IAG, das Rotthauser Netzwerk und andere unter einem Dach vereinen soll. Die Idee, Parallelstrukturen zu vermeiden und dem Bürger so eine bessere Orientierung zu ermöglichen, ist nur zu begrüßen. Über die Nicht-Informationspolitik aller Beteiligten kann man leider nur den Kopf schütteln. Wie wichtig wären gute Nachrichten gerade in diesen Zeiten…
Susanne Schübel