Handballer probieren sich im Bubble-Soccer aus

Rempeln und Umwerfen gehört zum Bubble-Soccer dazu. Da kann es oft passieren, dass sich die Spieler auf dem Kunstrasen wiederfinden. Die aufblasbaren Ballons schützen vor Verletzungen. Foto: DJK TuS

Fußball im überdimensionalen Plastikballon: Lustige Trendsportart begeistert DJK TuS Rotthausen

(JP) Die Handball-Allstars der DJK TuS Rotthausen nutzten die trainingsfreie Zeit, um ihren sportlichen Horizont zu erweitern. Nun steht die Hobby-Liga an.
Erst seit Kurzem stehen die Sporthallen der Gesamtschule Ückendorf wieder den Vereinen offen. Für die DJK TuS-Allstars um Manfred Plaga war dies jedoch kein Grund zum Faulenzen. Fünf gegen fünf, umhüllt von einem riesigen Ballon, ausdrücklich erwünschter Körperkontakt – beim Bubble-Soccer kamen die Handballer ordentlich ins Schwitzen.

Handballer vermissen Training im Stadtteil

DJK TuS findet in Rotthausen keine passende Bleibe – Ein Grund für fehlenden Nachwuchs

Für die DJK TuS am Ball: Betreuer Norbert Berens, Manager Manfred Plaga, Werner Kunze, Olaf Schruff, Jörg Reimers, Marco Giebel, Klaus Daske, Thorsten Janke, Trainer Johannes Mertmann (hintere Reihe, von links), Ray Wiesner (Mitte), Helmut Preuß, Dirk Klose, Christine Schlichting, Nicole Sommer, Rolf Gratze, Helge Lessmann (untere Reihe, von links). Es fehlen: Nina Herden, Sebastian Herden, Markus Heroven, Thomas Ebbrecht, Reinhard Milz, Sebastian Bohnenkamp und Mirko Wagner. Foto: DJK TuS Rotthausen

(JP) Als die Sporthallen aufgrund der Corona-Pandemie gelossen waren, probierten die Handball Allstars der DJK TuS die Fun-Sportart Bubble-Soccer aus. Nun läuft das Training in der Gesamtschule Ückendorf wieder. Doch genau dies ein großes Problem für die Handball-Abteilung.

Das sich ausbreitende Corona-Virus legte auch den Handball-Trainingsbetrieb der DJK TuS Rotthausen lahm. Doch die Truppe um Abteilungsleiter Manfred Plaga (68) erwies sich als erfinderisch. Lange war Handball als Kontaktsport in der Halle untersagt. Das hielt die Rotthauser aber nicht davon ab, im Zuge der Lockdown-Lockerungen die sportlichen Aktivitäten wieder aufleben zu lassen. „Wir boulen schon seit längerer Zeit einmal pro Woche im Dahlbuschpark. Außerdem haben wir Bubble-Soccer gespielt“, erinnert sich Manfred Plaga.

Das Team tritt seit fünf Jahren in der Ü35-Hobby-Liga des Handballkreises Industrie an. So auch in diesem Jahr. Insgesamt 15 Mannschaften haben sich gemeldet und werden sich wohl in drei Gruppen mit je fünf Teams messen. „In der Hobby-Liga stehen Männer und Frauen zusammen auf dem Feld. Bei uns sind derzeit zwei Damen aktiv dabei“, erklärt Plaga. Der Saisonstart ist für November geplant. Bis dahin bleibt den Rotthausern noch etwas Zeit, um sich für die Duelle in Form zu bringen.

Sporthallen wieder zur Nutzung freigegeben

Seit Mitte August stehen die Handball-Allstars deswegen wieder auf der Platte. Die Sporthallen sind inzwischen wieder zur Nutzung freigegeben. Donnerstags von 19.30 bis 21 Uhr trifft sich das Ü35-Team, um in den Hallen der Gesamtschule Ückendorf Sport zu treiben. „Wir möchten uns ein bisschen bewegen und Spaß daran haben, um uns mit anderen Mannschaften zu messen. Deshalb haben wir uns kein Saisonziel gesteckt“, verrät Plaga, der seit 1966 bei der DJK TuS Rotthausen Handball spielt.

Aktuell dürfen die Allstars aber nur die kleine Halle der Gesamtschule betreten – die große wird saniert. Die sportliche Heimat in der Gesamtschule Ückendorf ist allerdings alles andere als optimal, verrät der Handball-Abteilungsleiter. „In Rotthausen würde es uns besser gehen. Nur leider sind dort die Hallen zu klein, bzw. schon belegt“, erklärt Plaga. Dies sieht er als ausschlaggebend dafür an, dass in Rotthausen das Interesse am Handballsport weiter schwindet.

Handballer haben nur noch 35 Mitglieder

„Früher konnte unsere Abteilung drei Jugendmannschaften melden. Derzeit beinhaltet unsere Abteilung insgesamt 35 Mitglieder. Davon sind nur noch 18 bis 20 Aktiv“, schildert der 68-Jährige und denkt an das 100-jährige Jubiläum zurück, dass der Verein 2010 feierte: „Damals haben wir gegen TUSEM Essen gespielt, die heute in der Bundesliga aktiv sind“. Diese Zeiten sind nun vorbei.

Auch der Europameister-Titel oder das Olympia-Bronze im Jahr 2016 verschafften der Abteilung der DJK TuS keinen Zuwachs. Kinder und Jugendliche haben kein Interesse mehr an diesem Sport. Eine Zusammenarbeit mit den Schulen im Stadtteil ist auch nicht zustande gekommen“, beschreibt Plaga, der sich selbst nie für Fußball interessierte. Den Handballern der DJK TuS bleibt also nichts anderes übrig, als erfinderisch zu bleiben und sich immer neu auszuprobieren, wenn die Sportart weiterhin bestehen bleiben soll.