Gesunde Gaumenfreuden direkt vom Feld

Perfekt für ihr nachhaltiges Gastro-Konzept: Svenja Kronauer inmitten der blühenden Beete. Die Blüten sehen nicht nur wunderschön aus, sondern sind auch essbar. Foto: Jennifer Humpfle

Nachhaltige Gastronomie „Bunte Beete“ setzt auf saisonale, frische Zutaten vom Permakulturhof

„Gesund, vielfältig, transparent“ – dafür steht die neue nachhaltige Gastronomie „Bunte Beete“, bei der Gäste mitten im Grünen Leckereien direkt vom Feld genießen können.

Einen Steinwurf von der Rotthauser Grenze entfernt, liegt die Bonnekampstiftung in Essen-Katernberg. Hier werden Gemüse, Obst, Kräuter und mehr nachhaltig im Permakulturverfahren angebaut und verkauft. Seit dem 10. Juli verarbeitet Svenja Kronauer verschiedene Gemüse und Salate in ihrer mobilen Küche zu schmackhaften Gerichten, die keine Wünsche offenlassen.

Alternative gesucht – Permakultur entdeckt

„Ich habe nach einer Alternative zur konventionellen Landwirtschaft gesucht und bin dabei auf die Permakultur hier gestoßen“, erklärt Svenja Kronauer. Die 27-Jährige ist gelernte Ergotherapeutin, stellte aber irgendwann fest, dass sie sich in der Küche wohler fühlt. So kochte sie zunächst mobil bei Events und nun eben auf der Bonnekamphöhe. „Hier kann ich mein nachhaltiges Gastro-Konzept perfekt umsetzen“, sagt sie und fügt lächelnd hinzu: „Ich gehe einfach in die Felder und schaue, was ich koche.“

Samstags gibt es im „Bunte Beete“ (Bonnekamphöhe bis ganz oben und durchs Tor) von 14 bis 19 Uhr saisonale, rein pflanzliche Gerichte. „Ich schreibe jede Woche eine neue Speisekarte mit einem Gemüse der Woche.“ Parallel dazu läuft der Gemüse-, Obst- und Honigverkauf. Außerdem führt Biologe Hubertus Ahlers über das Gelände. Er erkannte vor zehn Jahren das Potential des Geländes und verwandelte es mit Hilfe zahlreicher Ehrenamtlicher in eine grüne Oase.

Auf dem Rundweg finden sich nicht nur leckere Früchte, sondern auch tolle Ausblicke zum Verweilen. Foto: Jennifer Humpfle

Bei einem Spaziergang über den Rundweg wird greifbar, wie und vor allem, dass biologische Landwirtschaft auch im großen Stil möglich ist. Durch die Baumallee mit Pflaumen, Kirschen und Quitten geht es am Anzuchtgewächshaus und dem Gießwasser-Biotop vorbei zum Waldcafé. Wer vorher einmal abbiegt, erblickt im „Naschpfad“ leuchtend rote Johannisbeeren, sattgrüne Stachelbeeren und saftige Pfirsiche. Alles wächst im Einklang mit der Natur – Sträucher spenden anderen Pflanzen Schatten, Vieles bedingt sich gegenseitig.

Mitten im Grünen Kaffee und Kuchen genießen

Sonntags serviert Svenja Kronauer Gästen im Waldcafé fairen Kaffee und selbst gebackene Kuchen. Da die Stiftung sonntags geschlossen ist, muss der Eingang über die Fahrradstraße „Zechentour“ genutzt werden. Inmitten eines Meers aus Blumen, Kräutern und Pflanzen schmeckt alles gleich viel besser.
Infos bei Facebook unter „Bunte Beete Essen“ und bei Instagram unter „bunte.beete.essen“.