Geruchsbelästigung durch Friedberg: Stadt sieht Verbesserungspotenzial

Umwelt-Referat plant Gespräche mit Metallverarbeiter im Mai

Friedberg-Anwohnerin Heidemarie Reske trug der Bezirksvertretung Süd die Beschwerden vor. Foto: Julian Preuß

(JP) Anwohner der Firma Friedberg wollen die Lärm-, Geruchs- und Feinstaubbelastungen nicht weiter hinnehmen (die Rotthauser Post berichtete). Die Stadt sieht Verbesserungsprotenzial und kündigt Gespräche für Mitte Mai an.

Das Referat für Umwelt der Stadt Gelsenkirchen stellte nochmals klar, dass sich das Rotthauser Traditionsunternehmen in den erlaubten Rahmenbedingungen bewege. Bei Verstößen hätte der Betrieb zudem keine Genehmigung für die Erweiterung der Lagerfläche erhalten. Erfüllte Auflagen, wie schallgedämpfte Schrottcontainer, ermöglichten die Genehmigungen. Gleichzeitig wolle die Stadt Mitte Mai mit der Firma sprechen, um Optimierungen durchzuführen. Diese sollen den Gestank lindern.

Ein Mitarbeiter des Umwelt-Referates räumte zudem ein, dass es zweitweise zu Überschreitungen der Lärm-Grenzwerte kommen kann. Rechtlich sei dies aber unprobelmatisch, da der Grenzwert für das Rotthauser Wohnmischgebiet ein Durchschnittswert ist. So ist es beispielsweise möglich, dass der Lärm morgens den Grenzwert übersteigt. Wenn es dann tagsüber leiser ist, kann der gültige Grenzwert somit noch eingehalten werden.

Die Bezirksvertretung Süd wird die Entwicklungen weiter verfolgen. Außerdem schlug Anna Abbas, Bezirksverordnete vom Bündnis 90/Die Grünen, einen runden Tisch zwischen Anwohnern, Stadt und Firma vor, um den Austausch zwsichen den Konfliktparteien zu intensivieren.