Gastgeberin mit Herz und Seele

Gastwirtin Manuela Roth steht gerne hinter der Theke. Für ihre Gäste hat sie immer ein offenes Ohr. Denn „Bei Moni im Haus Beckmann“ ist mehr als nur eine Kneipe.

Manuela Roth entwickelte „Moni im Haus Beckmann“ mit viel Engagement zu einem beliebten Treffpunkt im Viertel

(JP) Seit elf Jahren führt Manuela Roth (46) die Gaststätte „Bei Moni im Haus Beckmann“ an der Schemannstraße 42 als Inhaberin. Zuvor arbeitete sie vier Jahre als Angestellte in der Kneipe, die damals noch einen anderen Namen trug. Mittlerweile möchte Roth die Thekengespräche über Fußball, Politik und Persönliches mit ihren Gästen nicht mehr missen.

Unter der Woche herrscht schon um 10.30 Uhr Hochbetrieb an der Theke der Traditionskneipe. Inhaberin Manuela Roth betritt die Gaststätte gut gelaunt und grüßt in die Runde. Viele der Gäste kennt sie schon aus der Zeit, als sie selbst dort angestellt war. 2008 übernahm sie den Zapfhahn, nachdem ihre Chefin den Laden aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr weiter führen konnte.

„Eigentlich bin ich zufällig in den Gastronomiebereich gekommen. Der Vertrag meiner Vorgängerin lief über zehn Jahre. Als sie aufgehört hat, sollte ich nur für die letzten zwei Jahre übernehmen. Daraus ist dann ein längerer Zeitraum geworden“, lächelt Roth. Als gelernete Frisörmeisterin zog es die gebürtige Rumänin vor 16 Jahren nach Deutschland. „Meine Ausbildung wurde hier leider nicht anerkannt. Deshalb durfte ich in Gelsenkirchen nicht als Frisörin arbeiten“, erzählt Roth.

Rotthausen wurde zum neuen Lebensmittelpunkt

In ihrer Heimat sollte sie gegen ihren Willen verheiratet werden. „Am Anfang habe ich Rumänien sehr vermisst. Meine Eltern fehlten mir. Jetzt würde ich aber nicht mehr dauerhaft zurückkehren“, so Roth. Der Kontakt nach Hause ist jedoch nie abgerissen. Ein- bis zweimal im Jahr besucht sie ihre Eltern. Ihr Lebensmittelpunkt liegt mit der Kneipe nun aber in Rotthausen.

Damit sich ihre Gäste weiter wohlfühlen, hat Roth die drei Räume des Landenlokals eigenhändig renoviert. Dabei entstand auch der Vereinsraum für den Schalke-Fanclub „Die Rotthauser“. Wenn die Königsblauen in der Bundesliga, im DFB-Pokal oder international unterwegs sind, ist der Laden voll. „Ich habe die einzige Kneipe im Stadtteil, die alle Spiele des S04 überträgt“, erklärt Roth stolz und ergänzt: „Derzeit kann ich mir nicht vorstellen, die Kneipe aufzugeben.“