Friedberg: Grüne wollen Dialog eröffnen

Eine Gruppe von Anwohnern um Marianne Backhaus und Heidemarie Reske (von links) wehren sich seit 2018 gegen Lärm-, Geruchs- und Staubbelästigung durch Metallverarbeiter. Foto: Julian Preuß

Bezirksvertretung befasst sich mit Anwohnerbeschwerden gegen Metallverarbeiter – Rederecht für Kritikerinnen

(JP) Anna Abbas, Bezirksverordnete von Bündnis 90/Die Grünen, beantragte Rederecht für die Nachbarinnen der Firma Friedberg in der kommenden Sitzung der Bezirksvertretung Süd. Sie hofft auf einen ausführlichen Dialog zwischen den Konfliktparteien.

Das Befüllen von Containern in den Morgenstunden, Ölgerüche und Lkw-Verkehre sorgen bei den Anwohnern der Achternberg-, Saarbrücker- und Elsässerstraße seit mehreren Jahren für Konfliktpotenzial mit dem traditionsreichen Metallverarbeiter an der Achternberstraße 38a (die Rotthauser Post berichtete ). Bündnis 90/Die Grünen greift diese Thematik in der kommenden Sitzung der Bezirksvertreutung Süd auf. Diese wird voraussichtlich am Dienstag, 5. Mai, ab 16 Uhr im Wissenschaftspark stattfinden, sofern es die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus zulassen.

Besuch vor Ort geplant

„Wir wollen da auf jeden Fall nachhaken“, sagt die Bezirksverordnete Anna Abbas, die sich noch persönlich mit den Anwohnerinnen Heidemarie Reske und Marianne Backhaus treffen wird, um die Situation vor Ort zu begutachten.

Zunächst wollen die Grünen prüfen, ob sich Friedberg tatsächlich in den erlaubten rechtlichen Rahmenbedingungen bewegt. Die Wirtschaftsförderung der Stadt Gelsenkirchen hatte dies im Februar im Gespräch mit der Rotthauser Post bestätigt. „Alle Kritikpunkte der Anwohner wurden genau geprüft. Die Firma arbeitet ohne jede Beanstandung“, sagte Rainer Schiffkowski, Leiter der Wirtschaftsförderung.

Abbas zeigte Verständnis für die Anwohnerinnen, die ihren Protest fortsetzen.. Sie setzt zunächst auf einen ausführlichen Dialog, um den bereits bestehenden Austausch zwischen Friedberg und den Anwohnern weiter zu fördern. „Ich kann mir einen runden Tisch vorstellen, an dem sich die Parteien regelmäßig treffen“, so die Bezirksverordnete.