Die Höfe Rotthausens lagen auf der Reihe

Viele Straßen erinnern an Namen alter Hofbesitzer – Karte von 1800 zeigt deren Lage in der Bauernschaft

Von Frank Winter

Diese Karte bildet die Bauernschaft Rotthausen um 1800 ab. Erstellt wurde sie 1919 vom Tiefbauamt der Bürgermeisterei Rotthausen in Zusaamenarbeit mit Hermann Tobien, dem ehemaligen Leiter der Kaiserschule, der heutigen Turmschule. Foto: Stadtteilarchiv/Bearbeitung: win

An die Entstehung des Dorfes Rotthausen erinnert die Straße Auf der Reihe, die an der Schwarzmühlenstraße beginnt und weiterlaufend auf Katernberger Gebiet den gleichen Namen trägt. Sie war einst der alte Weg von Gelsenkirchen nach Essen. Und dort lag wie auf einer Reihe („op der rige“) eine große Anzahl von Höfen.
Die Karte rechts zeigt Rotthausen in den Grenzen von 1800, als der Beisen noch dazugehörte. Es tauchen viele bekannte Namen auf.

Blau unterlegt sind jene alten Höfe, die in der heutigen Folge erwähnt werden (Kraspoth, Bonnekamp, Ostermann, Hartmann, Wembken, Dickmann, Schemann), rot unterlegt weitere Namen Rotthauser Straßen, die wir schon vorgestellt haben oder noch werden (Auf der Reihe, Schwarze Mühle, Gartenbruch, Kleiner Bruch, Koprath, Weindorf, Hilgenboom und auch der Vossgraben als jüngster Rotthauser Straßenname.) Grün unterlegt ist der alte Treffpunkt der Hofbesitzer, der Thie.

Die waren keinesfalls nur „Auf der Reihe“ zu finden, sondern auch in Weindorf und Scheven, den anderen beiden Ursprüngen des Ortsteils.