Boule-Bahnen neben Tennisplätzen

Wenn die Anlage des TC Rotthausen wieder freigegeben ist, können Sportbegeisterte nicht nur Tennis spielen. Die Boule-Bahn in Wettkampfgröße ist das neue Prunkstück des Vereins. Foto: Julian Preuß

TC Rotthausen erweitert mit zwei Bahnen in Wettkampfgröße das Sportangebot im Stadtteil

(JP) Der TC Rotthausen spielt Boule: Das Bezirksforum bezuschusste den Bau von zwei Boulebahnen mit rund 3.000 Euro Fördergeldern. Ende Februar beendete eine Spezialfirma den Bau. Nun warten die Bahnen auf ihre Einweihung.

Vor dem Klubhaus der Tennisanlage befand sich noch zu Beginn des Jahres eine Wiese. Diese wich für zwei Boule-Bahnen, die Ende Februar fertiggestellt wurden. 15 mal vier Meter misst eine Bahn – und hält damit die offizielle Wettkampfgröße ein. Geboult wird in Sichtweite der Tennisplätze, direkt vor der Terrasse des Clubhauses.

„Wir wollten uns sportlich erweitern“, erklärt Dietmar Musialek, Pressesprecher des TC Rotthausen. Der Verein hatte vor, so auch Angebote für Menschen schaffen, die nicht mehr der gelben Filzkugel hinterher jagen können. Doch es stellte sich das Problem der Finanzierung. „Wir konnten uns es als Verein nicht leisten, die Bahnen professionell bauen zu lassen“, beschreibt Musialek.

Gemeinnütziger Zweck als Voraussetzung für Förderung

Deshalb beantragte Peter Müller, erster Vorsitzender des TC, im Herbst 2019 Fördergelder beim Bezirksforum der Stadt Gelsenkirchen. Das Bezirksforum verfügte 2019 über ein Budget von 200.000 Euro, mit denen Ideen von Bürgerinnen und Bürgern verwirklicht werden können. 30.000 Euro entfallen auf den Bezirk Süd, zu dem auch Rotthausen gehört. Voraussetzung für die Ausschüttung der Fördergelder: ein gemeinnütziger Zweck. Diesen bekamen der TC Rotthausen und das Rotthauser Netzwerk durch die gemeinsame Ausrichtung des Boule-Turniers um den APD-Wanderpokal. In den Jahren zuvor war das Turnier im Dahlbusch-Park ausgetragen worden.

„Auf der Tennisanlage haben wir sanitäre Anlagen und auch Getränke vor Ort. So muss das nicht alles extra organisiert werden“, sagt Peter Müller. Zum Ende des vergangenen Jahres stimmten die Bezirksvertretung und der Rat der Stadt dem vorhaben zu. Nun warten die neuen Boule-Bahnen nur noch auf ihre offizielle Einweihung.

Einweihung müsste wegen Corona verschoben werden

Dass die Einweihung im Rahmen des großen Boule-Turniers am 26. Juni stattfindet, scheint ausgeschlossen. Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, sagt die Bundesregierung alle Großveranstaltungen bis zum 31. August ab. Dietmar Musialek macht jedoch Mut: „Wir können uns vorstellen, die Bahnen zu einem späteren Zeitpunkt bei einem Turnier zwischen verschiedenen Tennisvereinen zu eröffnen. Eine offizielle Einweihung wird es aber sicher geben.“ Sobald Sportanlagen wieder betreten werden dürfen, können auch Nicht-Mitglieder die Bahnen gegen eine kleine Nutzungspauschale bespielen.