Balkonkonzert mit Mr. Mamboo

Applaus, Applaus (v.l.): Bürgermeisterin Martina Rudowitz, Mr. Mamboo alias Norbert Labatzki und Christine Tschidatz (APD)

Erste Bürgermeisterin Martina Rudowitz schenkt Demenz-WG einen bewegten Nachmittag

Musik hören, Sonne genießen, gute Momente erinnern: Ein „Balkonkonzert“ macht‘s möglich – auch in Corona-Zeiten. Martina Rudowitz, Erste Bürgermeisterin, schenkte der APD-Demenz-WG „Leben in Rotthausen“ diese schönen Momente der Nähe trotz Distanz durch einen Auftritt von „Mr. Mamboo“ alias Norbert Labatzki auf dem großen Parkplatz vor dem Haus.

„Ich kenne Norbert Labatzki und habe gesehen, dass er die Balkonkonzerte gibt“, erklärt Martina Rudowitz, die sofort begeistert war von Labatzkis Idee. „Gerade die Älteren leben in dieser Krisenzeit sehr zurückgezogen. Für sie ist es wichtig, Kontakte zu haben und frische Luft zu schnappen.“ Die erste Bürgermeisterin lebt fußläufig zur WG, hat ihre Entstehung mitbegleitet und zeigt sich begeistert davon, was die APD geschaffen hat: „Das Haus hat den Stadtteil sehr aufgewertet.“

Nachbarn hören auch zu

„Mr. Mamboo“ begrüßt derweil „die schönste Residenz jenseits der Donau“ und beginnt mit seinem einstündigen Konzert. Er spielt ausschließlich deutschsprachige Lieder, baut den Stadtteil, die 1. Bürgermeisterin, die APD und die Bewohner immer wieder in seine Texte ein und auch den einen oder anderen Scherz. Nicht nur die Bewohner auf den Balkonen haben daran ihren Spaß, sondern auch eine Handvoll Anwohner, die mit Abstand auf dem Hof der WG stehen und der Musik lauschen. Immer wieder bleiben auch vorbeigehende Spaziergänger stehen und schauen Nachbarn aus den Fenstern.

Saxophon vor dem Balkon

Immer wieder stellt sich Norbert Labatzki mit Klarinette und Saxofon vor die Balkone, damit die Mieterinnen und Mieter ihn besser sehen können. Er spielt Klassiker, bei denen alle gemeinsam mitsingen, mitklatschen und zum Teil sogar mittanzen: „Zwei kleine Italiener“, „Platz an der Sonne“, „Sugar Baby“. Eine Mieterin mag gar nicht mehr aufhören zu tanzen: „Es ist eine schöne Abwechslung, für Musik war ich schon immer“, sagt sie. „Das lasse ich mir nicht entgehen.“

Spätestens beim „Wir tanzen Twist again“ zuckt es auch in den Füßen von Martina Rudowitz und Christine Tschidatz. „Man sieht, wie viel Freude den Menschen die Musik bereitet“, sagt die Leiterin der sozialen Betreuung. „Musik berührt die Menschen.“

Natürlich darf an so einem Nachmittag auch der Eierlikör nicht fehlen, der in der WG Kult ist: „Das lieben unsere Mieterinnen und Mieter“, sagt Christine Tschidatz. Iris Schappert, eine Angehörige, bringt Schokobecher für ihre Mutter vorbei. Sie erzählt: „Meine Mutter wohnt im Erdgeschoss der WG. Da können wir uns über den Balkon unterhalten.“ „Das Konzert ist eine super Aktion“, findet Marlis Franken. Sie winkt vom Parkplatz ihrer Mutter Elisabeth (92) zu. „Wir telefonieren über Videochat, aber das ist doch etwas anderes. Es ist schön zu sehen, dass sie so gut drauf ist. Ich habe großen Respekt davor, wie die Mitarbeiter der APD die Situation meistern.“

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