Aufruf: Bürger sollen verwahrloste Orte bennenen

Der sogenannte Heckenweg, eine Verlängerung der Ostermannstraße zur Rotthauser Straße, wird von Fußgängern und Radfahrern vor allem im Dunkeln gemieden. Foto: Julian Preuß

Stadt möchte Flächen umgestalten, die Anwohnerinnen und Anwohner als unsicher und unangenehm wahrnehmen

(JP) Der Fachkreis „Städtebauliche und technische Kriminalprävention“ arbeitet nun mit den Gelsenkirchener Präventionsräten zusammen, um Ecken in den Stadtteilen zu identifizieren, in denen sich die Bürger unwohl fühlen.

Im Fokus stehen dabei die baulichen Beschaffenheiten. Gebäude mit maroden Fassaden, unübersichtliche Wegen oder dunkle Straßen mit fehlender oder kaputter Beleuchtung werden oft gemieden. Das möchte die Stadt verhindern. Sie baut auf die Ortskenntnisse der jeweiligen Präventionsräte. Die Vorsitzenden des Rotthauser Präventionsrates Andreas Lange und Peter Müller nehmen die Anregungen entgegen und leiten sie an den Fachkreis weiter. Dieser wird in der Folge diskutieren, wie die entsprechenden Stellen umgestaltet werden können.

Gute Nachrichten vermeldete indes die Polizei. Demnach sei die Anzahl der Straftaten im Stadtteil weiterhin verschwindend gering. In der Liste mit den meisten Kriminalfällen in Gelsenkirchen befinde sich Rotthausen immer noch auf den hintersten Positionen.

Außerdem stellte der Kommunale Ordnungdienst (KOD) klar, dass auf dem Mittelstreifen der Steeler Straße Lkw bis 7,5 Tonnen auch nachtsparken dürfen. Anhänger dürfen dort zwei Wochen lang unbewegt stehen. Erst danach liege eine Ordnungswidrigkeit vor.