An einem Ort – aus einer Hand

Neues Team an der Spitze: Anke Schürmann-Rupp übernahm die Geschäftsführung des Jobcenters in Gelsenkirchen, ihr Stellvertreter ist André Vomschloß. Foto: Jobcenter

Neues Führungsduo im Jobcenter Gelsenkirchen hat Rotthausen fest im Blick: Probleme im Quartier ganzheitlich lösen – Kooperation mit Stadtteilbüro verknüpft Beschäftigung, Qualifizierung und Stadtplanung

Wachwechsel an der Spitze des Jobcenters Gelsenkirchen: Anke Schürmann-Rupp übernahm als neue Geschäftsführerin die Aufgaben von Dirk Sußmann, der am 1. Oktober in die passive Phase der Altersteilzeit trat. Neuer stellvertretender Geschäftsführer ist André Vomschloß, der bereits Anfang August in Gelsenkirchen seinen Dienst antrat. Beide sind sich einig: „Rotthausen bleibt im Fokus.“

Anke Schürmann-Rupp wechselte aus Mülheim in die Emscherstadt. Dort war sie 13 Jahre lang im Jobcenter tätig, davon drei Jahre als Geschäftsführerin.
André Vomschloß kennt Gelsenkirchen gut, 2016 trat er als Bereichsleiter in die Arbeitsagentur Gelsenkirchen ein. Zuvor war er viele Jahre in unterschiedlichen Arbeitsagenturen tätig. Im Rahmen des bundesweiten Projektes zur Vermeidung und Reduzierung von Langzeitarbeitslosigkeit („LZA-Schwerpunktregion“ begleitet der Arbeitsmarktexperte zukünftig die individuelle Umsetzung im Kolpinghaus und fühlt sich dem gemeinsamen Ziel aller Akteure verpflichtet, neue Wege zu finden, um von Langzeitarbeitslosigkeit betroffene Menschen zu beraten und in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

An Lebenslage orientieren

„Wir begegnen unseren Kundinnen und Kunden dort, wo sie sind“, erläutern Anke Schürmann-Rupp und André Vomschloß ihre wichtigsten Ziele. „Wir bieten Dienstleistungen an, die sich an den tatsächlichen Lebenslagen der Hilfesuchenden orientieren.“

Beschäftigung und Qualifizierung

Dabei gehe es um die Aktivierung der Menschen vor Ort mit dem Schwerpunkt Beschäftigung und Qualifizierung. Besondere Bedeutung komme dabei der Verstärkung der lokalen Netzwerkarbeit zu: „Wir wollen in Rotthausen erproben, wie unterschiedliche Akteure des Arbeitsmarktes und die Netzwerkpartner ihre Arbeit für SGBII-Empfängerinnen und -Empfänger sinnvoll und nachhaltig miteinander verzahnen können.“

Im Vordergrund der aktuellen Arbeit steht der Umbau des Kolpinghauses in enger Partnerschaft mit der Agentur für Arbeit, dem Referat Soziales und Gesundheit der Stadt Gelsenkirchen, dem Stadtteilbüro, dem Rotthauser Netzwerk und der Rotthauser Post. André Vomschloß: „Unser Ziel ist es, die Probleme der Rotthauser Bürgerinnen und Bürger ganzheitlich zu betrachten – an einem Ort und aus einer Hand.“

Zielgruppenarbeit mit Quartiersarbeit verküpfen

Man freue sich sehr auf die Zusammenarbeit zwischen dem neuen Quartiersbüro und dem Stadtteilbüro, um stadtplanerische Aktivitäten im „arbeitsmarktpolitischen Dorf Rotthausen“. mit Arbeitsmarktaktivitäten zu verknüpfen. Diese neue Sichtweise ermögliche es, neue Ansätze der Zielgruppenarbeit mit der Arbeit im Quartier zu verknüpfen.