Allgemeiner Wunsch nach mehr Grün

Elemente aller drei Entwürfe fanden sich auf der Lothringer Straße, als die „Lebenswerte Straße“ vorgestellt wurde. Foto: Georg Gerecht

„Lebenswerte Lothringer Straße“ anschaulich vorgestellt – Vorzugsvariante soll im Oktober präsentiert werden

(win) An einem sonnigen Wochenende im August konnten sich Anwohner ein Bild davon machen, wie eine „Lebenswerte Lothringer Straße“ aussehen könnte. Elemente aller drei Entwurfsmodelle waren zu finden. In Gesprächen sammelten die Verantwortlichen wichtige Erkenntnisse für ihr weiteres Vorgehen.

Die Straße gesperrt, jede Menge Bäume in Kübeln und Gelegenheiten, zu spielen oder sich auszuruhen. Das Gesamtbild vermittelte einen Eindruck davon, wie künftig das Leben in der Lothringer Straße aussehen könnte.

Die von der Rotthauser Post schon ausführlich präsentierten drei Planungsentwürfe mit den Schwerpunkten auf mehr Raum für Grün, für Aktivitäten oder für Begegnung wurden beispielhaftvorgestellt.Anwohner konnten sich an vielen Stellen informieren, Zustimmung oder Ablehnung kundtun, Wünsche äußern. Das ausführende Planungsbüro Must wertete die Informationen aus.

Der Eindruck von Projektleiter Robert Broesi: „Die grüne Variante wird bevorzugt.“ Bei den anderen beiden Modellen habe speziell das Parken im Mittelpunkt der Kritik gestanden. Mit Anwohnerparken sei dies zu lösen, meinten viele. Die Lösung einer Einbahnstraße wiederum wurde gegenüber einer Sperrung in der Mitte der Straße bevorzugt.

Furcht vor Zunahme von Müll und Lärm an Begegnungsort

Aufmerksam hörten die vielen Stimmensammler auch jenen zu, die ihre Sorgen äußerten über mehr Müll oder größeren Lärm, den Orte der Begegnung mit sich bringen können. „Gerade bei diesen Themen war der Frust über die aktuelle Situation bei vielen herauszuhören“, so Broesi. Klar ist auch ihm: Wenn eine Neugestaltung erfolgt, muss auch die Wartung des Bereichs sichergestellt werden. Zu schnelle Fahrzeuge wiederum sollten laut Broesi in Zukunft kein Problem mehr darstellen. Keine Variante beinhalte eine Einladung zum Rasen, die die breite Straße aktuell noch ausstrahlt.

Äußerst positiv wirkte auf Broesi am Präsentations-Wochenende die Straße als Begegnungsraum. „Es erweckte auf mich den Eindruck, als hätten sich einige getroffen, die sonst nicht so lange miteinander sprechen.“

Must wird nun auf Basis der Anwohnerwünsche eine Vorzugsvariante erstellen, die eine Kombination aus den bisherigen drei Entwürfen sein wird, und diese mit dem Wuppertal-Institut als Auftraggeber absprechen. Broesi glaubt, den überarbeiteten Entwurf im Laufe des Oktobers Politik, Verwaltung und auch den Bürgern vorstellen zu können.

Weitere Informationen zum Projekt und zu den Entwürfen:
lebenswerte-strasse.de