Aldi-Stammhaus schließt 2020

Das Aldi-Stammhaus in der Huestraße in Schonnebeck schließt Ende 2020. Genau gesagt liegt der Ursprung des Konzerns jedoch im weißen Haus nebenan.

Ursprung des Konzerns liegt eigentlich im Haus nebenan

(win) Ende 2020 soll endgültig Schluss sein. Dann wird die erste Aldi-Filiale geschlossen. Zu klein geworden ist der Laden in der Huestraße in Schonnebeck. Das neue große Gebäude an der Saatbruchstraße ist nur 400 Meter entfernt und soll in einem Jahr fertiggestellt sein.

Der kleine Laden in der Huestraße 89 wird gerne als „Keimzelle des Konzerns“ bezeichnet. Genau gesehen ist er es jedoch gar nicht. Karl Albrecht senior eröffnete nämlich 1913 im Haus Nummer 87 einen Handel mit Backwaren.

Damals gehörte Schonnebeck noch der Bürgermeisterei Stoppenberg an, hieß die Huestraße noch Mittelstraße. Das Haus gehörte Theodor Siepmann, dessen Tochter Anna Karl Albrecht noch im selben Jahr ehelichte.

Ursprüngliche Fläche reicht nicht mehr aus

1919 erwarb Albrecht das Haus Nummer 89 und eröffnete dort einen Kolonial- und Backwarenhandel. Der Aldi-Konzern nennt es stets das Stammhaus. 1920 und 1922 wurden die Söhne Karl und Theodor geboren. 1945 übernahmen sie das Ruder, nachdem ihr Vater zwei Jahre zuvor gestorben war. Der Rest ist Geschichte. Wie bald auch die erste Aldi-Filiale, deren Fläche von knapp 300 qm einfach nicht mehr ausreicht. Der neue Schonnebecker Aldi ist viermal so groß.