400.000 euro Spenden für Region Kobane in Nordsyrien

Das Gesundheitszentrum mit Geburtenklinik wurde 2016 eröffnet – auch dank Spenden aus Rotthausen. Foto: Dr. Willi Mast

„Medizin für Rojava“: Initiative von Dr. Willi Mast versorgt Geburtenklinik mit Medikamenten und neuer Technik

(JP) Die Spenden flossen in das mit internationaler Hilfe errichtete Gesundheitszentrum im syrischen Kobane. Das Geld ermöglichte den Kauf von Medikamenten und neuer Technik sowie die Installation einer Solaranlage.

Die Stadt Kobane gehört zur nordsyrischen Region Rojava. Sie gilt als autonomes Gebiet, in dem viele Kurden leben. Die Region befindet sich durch den Terror islamistischer Gruppen sowie die Interventionen des türkischen und russischen Militärs im Kriegszustand. Die Infrastruktur wurde größtenteils zerstört.

Die von Dr. Willi Mast ins Leben gerufene Initiative „Medizin für Rojava“ hatte einen Anteil daran, dass sich die medizinische Versorgung von Kobane in den letzten Jahren verbessert hat. „Die Geburtenklinik ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Initiative Wirkung zeigt. „Seit 2016 wurden etwa 32.000 Patientinnen behandet und rund 13.800 Babys entbunden. Die Muttersterblichkeit lag bei Null. Nur sieben Säuglinge sind verstorben“, zählte Mast die aktuellen Zahlen auf. Unterstützung fand die Initiative nicht nur in Form von Geldspenden. „Wir hatten zwischenzeitlich so viele medizinische Geräte für Kobane, dass sie nicht mehr in meiner Praxis lagern konnten. Deshalb wurde uns an der Zechenstraße eine kostenlose Lagerfläche zur Verfügung gestellt“, erklärte Mast dankbar. Trotz schwieriger Bedingungen setzt die Initiative ihre Arbeit fort.