1,6 Millionen Euro für „Soziale Stadt“

Sarah Loch ( links) und Janine Feldmann vom Referat für Stadtplanung stellten ihr weiteres Vorgehen in Rotthausen vor.

Jetzt geht‘s endlich weiter mit Stadtteilbüro, Quartiersfonds und Gebietsbeirat

(JP) Die Stadt Gelsenkirchen wird für das Planungsjahr 2020 etwa 1,6 Millionen Euro Fördermittel für das Integrierte Entwicklungskonzept (IEK) „Soziale Stadt“ beantragen. Ein Aspekt ist dabei die Prüfung, inwieweit die kleine Lösung mit dem Namen „rotthouse“ für das Volks­haus umsetzbar ist.

Sarah Loch, die neue für das Quartier zuständige Stadtplanerin, erklärte die nächsten Schritte der Planungen. „Zunächst möchten wir ein Stadtteilbüro einrichten. Dort wird ein Quartiersarchitekt sitzen, der gleichzeitig auch der Ansprechpartner für die Bürger vor Ort ist.“ Die Stadt befindet sich auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten. Die Suche soll Anfang Oktober beendet sein. Der externe Quartiersarchitekt und das Stadtteilbüro werden ihre Arbeit dann in der ersten Jahreshälfte 2020 aufnehmen können.

Gebietsbeirat entscheidet über Quartiersfonds

Weiterhin steht die Einrichtung eines Quartiersfonds an. Für 2020 stehen dafür 40.000 Euro zur Verfügung. In den Folgejahren werden es etwa 60.000 Euro sein. „Damit können gemeinschaftliche Projekte von Bürgern gefördert werden und beispielsweise Nachbarschaftsfeste veranstaltet werden“, so Loch. Ein Gebietsbeirat entscheidet über das Geld. Dieser soll vorerst aus Vertretern von Anwohnern und Politik bestehen.

Weiterhin soll in der Grünanlage an der Weindorfstraße/Wembkenstraße ein neuer Spielplatz entstehen. Dafür wurden auch Kinder der naheliegenden Kita nach ihren Wünschen befragt. „Dabei kam heraus, dass sie gerne einen Spielplatz zum Thema Bergbau hätten“, führte Loch aus.

Volkshaus weiter ein Diskussionspunkt

Das Volkshaus nimmt in den Planungen der Stadt weiterhin eine wichtige Rolle ein. Eine Lösung nach dem Konzept „rotthouse“ des inzwischen pensionierten Dr. Volker Bandelow steht weiterhin im Raum. Dabei soll eine Schnittstelle zwischen Sport, Bildung und Kultur enstehen. Der Fokus liegt auf dem großen Saal. „Das Konzept muss nochmal überprüft werden, inwieweit es umsetzbar ist“, sagte Janine Feldmann. Die Überprüfung findet in den nächsten Jahren in Form einer Machbarkeitsstudie statt. Dabei soll analysiert werden, welche Träger und Nutzer sich für das Konzept finden. Zudem muss geklärt werden, welche baulichen Maßnahmen getroffen werden müssen.


Die Förderung in Zahlen:

2018 (594.000 Euro, bewilligt): Stadtteilbüro, Quartiersarchitekt, Haus- und Hofflächenprogramm, Potenzialstudie zu Grünstrukturen und Klimaanpassung.

2019 (695.000 Euro, Bewilligung steht noch aus): Stadtteilbüro, Quartiersfonds, Neubau Spielplatz Rotthausen Ost

2020 (1.665.000 Euro, Beantragung geplant): Haus- und Hofflächenprogramm, Öffentlichkeitsarbeit, Stadtteilbüro, Machbarkeitsstudie „rotthouse“, Planung Ernst-Käsemann-Platz/Rotthauser Markt